Zugspitze: 200 Jahre Erstbesteigung

Der  27.08.1820 ist das offizielle Datum der Erstbesteigung der Zugspitze. Vermutlich wird deshalb am 27.08.2020 am goldenen Gipfelkreuz ein noch größerer Rummel und riesigeres Gedränge als sonst üblich sein. Darum bin ich mit meiner Tochter und meiner Lebensgefährtin 14 Tage früher zum Gedenken über den Stopselzieher aufgestiegen und wir übernachteten im Münchner Haus. Wir nutzten den Abend und die Stille nach Seilbahnschließung, um die herrliche Aussicht zu genießen. Neu ist, dass abends der Zugang zum Gipfelkreuz über die Treppe abgesperrt ist und man nur über eine sehr ausgesetzte Notleiter dorthin gelangt. Die Übernachtung im Münchner Haus ist wie vor 20 – 30 Jahren. Die ganzen Baumaßnahmen am Zugspitzgipfel haben dort keinen Einzug gehalten. Das umständliche Anmelden und das Erhalten der Schlafmarke und leider die späte Frühstückszeit 07:00 Uhr sind immer noch gleich. An allen großen Bergen der Welt gibt es in den finalen Hütten variable Frühstückszeiten. Warum hier nicht?

Gemäß Gewitterprognose war am nächsten Tag kein Jubigratwetter. Deshalb war dort vernünftigerweise keiner unterwegs und auch wir entschieden uns, den Jubigrat nicht komplett zu begehen, sondern genossen nach dem Frühstück für 2 Stunden die Einsamkeit.  Wir hatten Spaß am Klettern, machten schöne Fotos und waren rechtzeitig vor dem Regen/Gewitter vom exponierten Grat zurück . Auch so konnte ich meinen zwei „Jubigratneulingen“ ein schönes Feeling vermitteln. Wir kommen ganz sicher wieder.

Ich habe bestimmt eine  zweistellige  Jubigrat- Begehungszahl im Tourenbuch und bin nach wie vor begeistert von dieser schönen Grattour – die schönste in den Alpen.

Weil ich auch gefühlt schon 200 mal auf der Zugspitze war und zum Gedenken an meinen Vater (der letzten Monat gestorben ist und wir noch vor 2 Jahren mit ihm und meinen Töchtern auf der Zugspitze waren) habe ich mir in meinen Garten das Zugspitzkeuz von einer ortsansässigen Schlosserei nachbauen lassen. Somit grüßt mich das golden Zugsitzkreuz jeden Morgen in den neuen Tag.

Ein sehr gutes Buch zum Jubiläum hat Stefan König geschrieben und mich hat es gefreut, ein paar Bilder dazu beisteuern zu können. Die 280 Seiten rund um die Zugspitze enthalten spannende Geschichten, tolle Fotos und sind sehr informativ. Nach der Lektüre kann man behaupten, alles wichtige Wissenwerte um die Zugspitze und seine Geschichte erfahren zu haben.

Es war schön, den Autor in seiner Penzberger Wohnung zum „Ratschen“  getroffen zu haben.

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