Pistenskitouren lohnenswert?

Bedingt durch die aktuelle zu geringe Schneeauflage in niedrigen Höhen und der Umstand, dass in Deutschland alle Skilifte mindestens bis 10.01.2021 geschlossen sind, bietet  das Pistenskitourengehen eine gute Alternative. In verschiedenen Medien wird jedoch ein Szenario in den Alpenregionen beschrieben, dass sich die Einheimischen fürchten, von Tagesausflüglern überrannt zu werden und das diese den Virus einschleppen. Darüber wollte ich mir ein Überblick verschaffen und vor Ort meine eigenen Beobachtungen machen. Deshalb war ich mit meiner Lebenspartnerin unter Beachtung der Lockdown-Bestimmungen am 29.12. in Garmisch und am 31.12 in Füssen unterwegs. Hier unsere Erfahrungen:

  • 29.12.2020 09:00 Uhr Parkplatz Hausberg in Garmisch Tour: Eckbauer, Kreuzeck, Osterfelderkopf 
  • staufreie Anfahrt über Memmingen Oberammergau nach Garmisch – unter 2 h wie im Sommer 
  • freundliche Einweisung am Parkplatz (zu 70 Prozent belegt)  durch das Personal der Skilifte, die froh sind Arbeit zu haben
  • 15 Euro Parkgebühr – dafür ist der Platz geräumt und die Toiletten sauber und geöffnet  
  • Skitourenausrüstung Verleih an der Talstation (online buchbar)
  • schnell nach dem Parkplatz verteilten sich die Skitourengeher, die meist Solo oder in Zweiergruppen unterwegs sind, auf verschiedene Routen  
  • es gab nirgends größere Ansammlungen von Leuten, der notwendige Abstand wurde eingehalten  
  • Piste zum Teil vereist (Harscheisen) je nach Aufstieg Variante sinnvoll 
  • am Kreuzeckhaus Verkauf von Getränken, Wienerle….. etliche Leute verteilt im Gelände – jedoch kein Vergleich, wenn Lifte laufen…
  • 31.12.2020 10:00 Uhr Füssen Tegelberg Tour Tegelberghaus, Branderschrofen 
  • staufreie Anfahrt  über Kempten A/7, sogar durch Füssen unter 1 Stunde 
  • Parkplatzgebühren wie auch im Sommer, nur zu 30 Prozent belegt 
  • Toiletten geschlossen, Parkplatz geräumt, wird sogar vom öffentlichen Busverkehr weiter angefahren. 
  • Piste weich, wenig Schnee, da nicht zu viel mit den Schneekanonen aufgelegt wurde.
  • mehr Schlitten- und Schneeschuhsportler unterwegs jedoch auch dort große Abstände –  noch entspannter als in Garmisch 
  • erstaunlich viele Hundebesitzer auf Tour – nicht alle hatten ihre Lieblinge wie empfohlen an der Leine 
  • Tegelberghaus kein To-go-Verkauf, WC geschlossen, wenige Gleitschirmflieger (müssen ja alles hochtragen)  
  • Gipfelpausen mit viel Abstand gut möglich, Bänke und Tische vom Tegelberghaus nutzbar 
  • viele Kinder freuten sich am Schlittenfahren unten am Anfängerhang      
  • um 15:00 Uhr ist der Parkplatz halbvoll  

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