Am heißesten Tag des Jahres über den Jubigrat

ULM  01.08. – 37 Grad: – auf dem Jubigrat mittags satte 30 Grad und mäßiger bis lebhafter Südwestwind (35 km/h), der einen festen Stand fordert. Mein DAV Freund Pit wollte schon lange den Jubigrat machen – seine Frau nahm seinen 50sten Geburtstag zum Anlass und organisierte seinen Traum. Trotz vieler Arbeit in seiner Firma schaufelte Sabine für ihn zwei Tag frei – das Handy blieb zu Hause.

Mit viel Wasser im Rucksack starteten wir nach der Auffahrt mit der Ehrwalder Zugspitzbahn (29,50 €) um 09:15 Uhr am Gipfel. Schon nach einer halben Stunde hatte sich Pit gut eingeklettert -war sehr sicher unterwegs und ich brauchte kein einziges Mal mein neues Seil (Edelried – Rap Line II) auspacken – tolle Leistung, die auch notwendig ist, über 10 Stunden aufrechtzuerhalten. Pünktlich zum Abendessen kamen wir am Kreuzeckhaus an und ließen uns erst mal die „Russ`n-Maß“ schmecken. Gut ausgeschlafen ging es am nächste Tag über das Hupfleiterjoch- Höllental – Riffelscharte – zurück zum Parkplatz der Talstation (15 km/1100 Hm rauf und 1800 Hm ab, 0,00 €).

Gefährlich wurde es noch kurz vor dem Riffelriss: dort wird aktuell das dicke Tragseil der neuen Eibseebahn zur Zugspitze hochgezogen und streifte meinen Kopf (siehe Bild). Zum  Glück hatte ich den Helm auf der Rübe. Die Kletterroute „Eisenzeit“ ist wegen der Bauarbeiten aktuell gesperrt – sollte man auch den Wanderweg Riffelriß/Riffelscharte sperren, wenn die Seile hochgezogen werden? – da sind ja viel mehr Leute unterwegs!

Zustand Jubigrat: Seit vielen Jahren mache ich regelmäßig den Jubigrat – hab den Eindruck, dass er noch vor 20 Jahren viel mehr festen Fels hatte. Besonders nach dem Start liegen jetzt viele, auch große Brocken herum (liegt es an den Bau-/Sprengarbeiten der neuen Bahn? oder doch/auch die Erosion?). Auch der zweite Teil wird anspruchsvoller, da so gut wie keine Markierungen mehr sichtbar sind. Steinmännchen weisen die Route – für viele, die den Grat nicht kennen, eine nützliche, wichtige Hilfe. Bis auf zwei/drei Pyramiden sind die Steinmännchen auch an den richtigen Stellen gebaut. Durch Steinschlag sind nach diesem Winter einige alte Stahlseile und Tritte weiter beschädigt/unbrauchbar geworden – dauert nicht mehr lange, dann ist der Jubigrat, wie gewünscht, eine reine Alpinroute (keine KST Passage mehr).

FAZIT: Es ist und bleibt eine großartige Tour für trittsichere Bergsteiger, die sich auch auf splittrigem Gelände wohlfühlen.

Die grandiose Bergfahrt gehört in jedes Tourenbuch eines ambitionierten Bergsteigers.

Kreuzeckhaus: beste Bewirtung bei Barbara und Stefan – Drei Daumen nach oben

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